Ein altes Heustadl auf dem Hügel, verwaist. Seine Funktion hat die Zivilisation überlebt, das Stadl hat die Zeit überdauert. Es diente als schützender Ort für frisch gewendetes Heu.
In ihrer Installation liegt es Freda Heyden daran, dem Stadl für eine Zeit einen Schutzraum zu schaffen, es zu behüten, die Illusion zu erwecken, sie könne es entführen über die Berge, das Tal hinweg. Eine symbolische Arche.
Umstanden von 149 Schneestangen, signalrot
gebeizten Rundhölzern, die einen Schiffskörper bilden, dessen Länge 21 m mißt. In Abständen von 30 cm sind sie vom runden Heck bis zum spitzen Bug gesteckt, wobei sich die Längen von 1,70 m Höhe an der Oberlinie orientieren, damit das Schiff die Unregelmäßigkeiten der Boden-wellen mitgeht. An beiden Längsseiten gibt es, durch eine Überlappung der Stangen, unsichtbare Eingänge, die man nur in unmittlelbarer Nähe wahrnimmt.
Zwei Sitzbänke aus selbigem Holz in Heck- und Bugbereich. Das Stadl voll mit Heu, eine Decke, ein Kissen.
Die Arche ist bewohnt. Von Noah?