Auftragsthema: Zivilisation Deutschland
Arbeitstitel: Thing-Stätte, Die Volksversammlung - das Ding -. Das germanische Königtum hatte einen doppelten Charakter: es war heilig (sakral), denn der König galt als Mittler zwischen den Göttern und dem Volk, und er besaß magische Kräfte. Er war vom Volk abhängig, denn er war als Beauftragter des Volkes an die Beschlüsse der Volksversammlung gebunden. Zur Zeit des Mittelalters hatte die Volksversammlung die Stellung als Gerichts-und Heeresversammlung. Erbe der Volksversammlung als politische Körperschaft wurde ein vom König berufener RAT WELTLICHER UND KIRCHLICHER GRÖSSEN, eine Art Reichstag.
Umsetzung: der THING-PLATZ
Ein transparent abgeschlossener Raum im Zentrum eines offenen Raumes (des Platzes), der wiederum begrenzt ist. Das Geschichtsbild der Urform in Verknüpfung zur Jetzt-Zeit.
Es besteht kein Wesensunterschied zwischen dem Urmenschen und dem Menschen von heute. Die Thing-Stätte ist beibehalten. Das ursprüngliche Feuer, der Steintisch als Zetrum der Verhandlung ist jetzt die Projektionsfläche eines Bildschirms.
Der Raum mit Fundament hat die Form eines Würfels. Die untere Hälfte aus verdichtetem Material, die obere Hälfte zeigt einen verglasten Raum. 12 Affen aus Beton sitzen gleich einem Uhrzifferblatt im Kreis, um eine elliptisch erhobene blaustrahlende Bildschirm-oberfläche. Die rituale Forem ist beibehalten. Im Zen-trum das Medium, als wegweisendes Denk- und Handlungsmuster unserer Gesellschaftskommunikation.
Das Tier: Affe, ist nicht ironisierend eingesetzt, sondern verweist uns simpelst auf unsere Vorfahren.